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«Die Brüder schauen sehnsüchtig nach einer ausgestreckten Bruderhand von der anderen Seite des Meeres»

Das Verhältnis der schwedischen Staatskirche zum nationalsozialistischen Deutschland

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Anne Renate Schönhagen

Im Mittelpunkt dieser Studie zur kirchlichen Zeitgeschichte steht die Kirche Schwedens, deren Horizont sehr stark von traditionellen Bindungen an die deutsche Mutterkirche geprägt war, deren offizielle Kirchenpolitik sich an den Leitlinien der Stockholmer Regierung orientierte und deren Rettungsaktionen für Verfolgte in der Berliner Auslandsgemeinde und in der Israelmission eine direkte Parteinahme in dessen eigenen Herrschaftsbereich waren.
Die Untersuchung beleuchtet das Verhältnis der Schwedischen Staatskirche zur Ideologie und Politik des Nationalsozialismus. Sie analysiert einerseits die Ebene der Kirchendiplomatie und der amtskirchlichen Positionsbestimmungen in der Kirchenpresse, andererseits das konkrete christliche Engagement von schwedischen Geistlichen gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung in Berlin und Wien. Die Verbindung von kirchendiplomatischen Aspekten mit konkreten Fallstudien ist der methodische und inhaltliche Kern der Arbeit.
Aus dem Inhalt: Schwedens Weg in die industriestaatliche Moderne – Die schwedische Kirche (1933-39) – Die Leitlinien der schwedischen Kirchenaußenpolitik – Die schwedische Victoriagemeinde in Berlin – Die schwedische Israelmission in Wien.