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«Zwischen Irrsinn und Verzweiflung»

Zum erweiterten Kulturbegriff der Zeitschrift "Die Schaubühne/Die Weltbühne</I> im Ersten Weltkrieg

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Peter Queckbörner

Die Studie untersucht den kulturkritischen Weg, den die 1905 gegründete Theaterzeitschrift Die Schaubühne mit dem Namenswechsel zur Weltbühne zurücklegte. Schnittpunkt dieses Motivwechsels ist der Erste Weltkrieg, in dessen Verlauf die federführenden Mitarbeiter Siegfried Jacobsohn, Alfred Polgar und Kurt Tucholsky den Übergang von der Theaterzeitschrift zum gesellschaftskritischen Wochenblatt vollziehen. Die Erweiterung des Kulturbegriffs spiegelt sich beispielhaft in der journalistisch neuartigen Behandlung Max Reinhardts. Den bedeutendsten Theaterregisseur der Epoche sieht der Herausgeber Jacobsohn gerne in der Rolle des Vorbilds für ein kulturell prägendes Deutschland, obwohl diese Projektion auf Schwierigkeiten trifft.
Aus dem Inhalt: Die nationale Euphorie des Lyriksommers 1914 und das Kriegsziel Demokratie ab 1915 – Siegfried Jacobsohns Sendungsbewußtsein und die Bedeutung der publizistischen Vorbilder – Die Taktik des schreibenden Co-Regisseurs Siegfried Jacobsohn gegenüber dem „Betrieb Reinhardt“.