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Überredende Reden in Vergils Aeneis

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Martina Erdmann

Rhetorik im Epos: Dem Umgang Vergils mit der ars oratoria kommt man dort auf die Spur, wo im Text eine eindeutig persuasive Absicht erkennbar ist. Mit dieser Arbeit liegt die durchgehende Interpretation der großen Überredungsreden der Aeneis vor: Die Rede des Griechen Sinon in Buch I, die zu Aeneas gesprochene Rede Didos in Buch IV (305-330) und die Reden des Drances und Turnus in Buch XI werden als Überredungsprozeß untersucht. Dabei wird sowohl die Redesituation berücksichtigt wie auch das Verhältnis zwischen Redner und Adressaten der Rede in der Fiktion des Epos. In einem weiteren Schritt wird die Funktion dieser Reden für den Handlungsablauf bestimmt. Daran schließt jeweils die Frage nach der Intention des Autors an: Indem Vergil so und nicht anders gestaltete Reden an herausgehobenen Stellen der Aeneis plaziert, charakterisiert er die Gestalten des Epos und gibt dem Leser eine bestimmte Wertung der Ereignisse vor.
Aus dem Inhalt: Rhetorik und Reden in Vergils Aeneis – Die Interpretation der Reden Sinons (I, 69-194), Didos (IV, 305-330), des Drances und Turnus (XI, 343-375 und 378-440) als Überredungsprozeß in der Fiktion des Epos – Die Komposition und Wirkung der Reden – Die Intention des Autors Vergil.