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Abbildung und Identität

Zum Begriff der Intelligibilität

Alois Drexler

Wenn sich die positiven Wissenschaften dadurch auszeichnen, daß sie einfach an dem ansetzen, was sie als gegeben voraussetzen, dann darf sich auch die Philosophie den positiven Wissenschaften zugehörig fühlen. Der Positivismus ist, so gesehen, weniger Doktrin als allgemeine Zeiterscheinung. Der Stoff, mit dem sich Philosophie beschäftigt, wird - wie immer dieser Stoff auch beschaffen sein mag - auch in der Philosophie seiner Existenz und Identität nach einfach als gegeben vorausgesetzt. Dieser Stoff liegt vor, und so, wie er vorliegt, wird er aufgegriffen. Daß wir dieses Stoffes dabei - im Bild - nur so ansichtig werden können, wie er sich uns - im Dialog - erschließt, bleibt dabei verdeckt. Dieses wieder ins Bewußtsein der Philosophie zu rücken, ist keine Frage allein der Methode philosophischer Reflexion; es ist dies auch eine Frage der Lebenseinstellung und Lebensführung des Menschen.
Aus dem Inhalt: Aktion und Kommunikation - Denken und Intelligenz - Methode und Erkenntnis - Dialog und Abbildung - Dogma und Realität - Schöpfung und Evolution - Kontinuität und Bewegung.