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Weibliches Aggressionsverhalten zwischen sozialer Durchsetzung und sozialer Erwünschtheit

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Inge Lutz

Mit Hilfe von Beobachtungen, Interviews, Gruppendiskussionen, Lehrereinschätzung und Einschätzung durch die Gleichaltrigengruppe wird das Aggressionsverhalten jugendlicher Mädchen an Hauptschulen untersucht. Von Interesse ist, wie Mädchen dieses Alters mit ihrer Aggressivität umgehen und wodurch das Aggressionsverhalten beeinflußt wird. Die empirische qualitative Untersuchung wurde computerunterstützt mit AQUAD 5 ausgewertet. Die unterschiedlichen Erhebungsmethoden führen partiell zu kongruenten, partiell zu sich ergänzenden Ergebnissen. Sie runden auf diese Weise das Gesamtbild der Ergebnisse ab. Unter Einbeziehung sämtlicher untersuchter Kategorien läßt sich in den untersuchten Fällen ein Aggressionsprofil erstellen. Es besitzt sowohl für die einzelnen Probandinnen als auch für die untersuchten Gruppen Relevanz. Daraus wird ersichtlich, daß für alle Mädchen jeweils situationsabhängig mehrere Möglichkeiten des Aggressionsverhaltens gegeben sind.
Aus dem Inhalt: Theoretischer Hintergrund: der Begriff der Aggression; Aggression als soziale Interaktion; der Einfluß der Sozialisation auf die geschlechtsspezifische Ausprägung der Aggression; richtungsweisende Ergebnisse der Aggressionsforschung an Schulen und der geschlechterdifferenzierenden Aggressionsforschung - Konzeption, Durchführung und Ergebnisse der qualitativen empirischen Studie: Fragestellung und Ziel; Forschungskonzeption; zyklischer Prozeß der Datenerhebung und -analyse; Ergebnisse, Diskussion und Schlußfolgerungen - Vorschläge zur Umsetzung aggressionsmindernder Faktoren für den schulischen Alltag.