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Der Konzernkonkurs in Frankreich

Grundlagen und Möglichkeiten der Insolvenzerstreckung, Verfahrensvereinheitlichung, Zentralisierung getrennter Insolvenzverfahren und zivilrechtlichen Konzernhaftung nach französischem Richter- und Gesetzesrecht

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Franz-Leopold Rivinius

Die Arbeit behandelt das im französischen Recht vorhandene Instrumentarium zur Bewältigung insolvenzbedinger Haftungsfragen bei verbundenen Gesellschaften. Im Vordergrund stehen die richterrechtlichen Konzepte der fictivité und der confusion des patrimoines, welche eine Gesamthaftung oder –sanierung mehrerer Konzerngesellschaften ermöglichen. Eingegangen wird ferner auf die Möglichkeiten der organisatorischen Zusammenfassung und einheitlichen Verwaltung von Insolvenzverfahren oder faktischen Gesellschaften. Ein weiteres Kapitel befaßt sich mit der gesetzlichen Haftung von rechtlichen oder faktischen Geschäftsleitern für schuldhaft verursachte Defizite ( comblement de passif) sowie mit der Verfahrenserstreckung in Fällen des Formenmißbrauchs ( extension de passif). Schließlich erfolgt eine Abgrenzung zur allgemeinen zivilrechtlichen Konzernhaftung in Frankreich.
Aus dem Inhalt: Extension véritable – Vermögensvermischung (confusion des patrimoines) – Scheingesellschaft (fictivité) – Action en comblement de passifAction en extension de passif – Unternehmenseinheit (unité d'entreprise) – Betriebsaufspaltung – Entreprise unipersonelle à responsabilité limitée (EURL) – Flux financiers anourmaux sans contrepartie – Vampirisme financier – Fall Climat de France – Muttergesellschaft als dirigeant de fait – Haftungsaufteilung zwischen Muttergesellschaft, Gesellschaftsorganen der Tochtergesellschaft und représentant permanent – Konzernhaftung nach allgemeinem Zivilrecht.