Show Less
Restricted access

Identitätsprobleme in Werken Heinrich von Kleists

Series:

Miran Kwak

Die Arbeit will zur Klärung der Identitätsproblematik in Kleists Werken beitragen und darauf fußend eine Anzahl von Interpretationsproblemen in der Kleist-Literatur kritisch bearbeiten. Hierbei bedient sie sich empirischer Theorien der Identität und der mit ihr eng zusammenhängenden Moralentwicklung und reflektiert zugleich die Anwendung auf literarische Texte. Fundamental ist bei alledem der Übergang von der konventionalen zur postkonventionalen Moral und Identität, nicht nur in der Entwicklungsdimension der Zeit der Jahrhundertwende von 1800 und in der Biographie Kleists, sondern auch bei den Protagonisten in den Werken Kleists. Es zeigt sich, daß mit diesem Ansatz die krisenhafte Identitätsentwicklung der Protagonisten und dadurch die Texte überhaupt auf präzisere Weise verständlich werden.
Aus dem Inhalt: Kleist als Generationsgenosse der Romantik in der Übergangskrise von der Konventionalität zur Postkonventionalität - Die Kleistforschung und die Rehabilitierung des Nationalismus - Identitätsproblematik und sozialwissenschaftliche Methoden in der Literaturwissenschaft - Staat, Nation und Krieg, Somnambulismus und Intuition in der Romantik und bei Kleist - Nationalismus und Postkonventionalität in der Hermannsschlacht und im Prinz Friedrich von Homburg - Postkonventionalität und die Funktion der Liebe bei Penthesilea - Die Verlobung in St. Domingo, das Rassismusproblem und die Moralentwicklung.