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Zunge und Zeichen

Series:

Eva Kimminich and Claudia Krülls-Hepermann

Die interdisziplinär angelegte Reihe setzt sich zum Ziel, das vielfältige Wechselspiel zwischen Mensch und Welt zu beleuchten, wie es sich im Gebrauch von Stimme, Gebärde und Schrift manifestiert. Der erste Band widmet sich der grundlegenden Problematik, auf die die Ambiguität des Sprachbegriffs verweist: Er vereint zwei Aspekte in einem Wort. Wie der Titel Zunge und Zeichen programmatisch entwirft, handelt es sich sowohl um die Benennung des Körperteils, mit dem Rede erzeugt wird, als auch um das sie fixierende Schriftzeichen. Daraus ergibt sich ein Spannungsreichtum von Verflechtungen, der in den einzelnen Bänden unter immer anderen Akzentsetzungen – so Wort und Waffe, Gestik und Grammatik, GastroLogie etc.– an literarischen Texten und kulturhistorischen Zeugnissen aus der Romania veranschaulicht werden soll.
Aus dem Inhalt: Peter Burke: Von der sozialen Mobilität der Wörter – Johannes Kramer: Welche Zeichen soll die Zunge der Frau aussenden? Ratschläge von Erasmus, Luis de León, Fénélon und Mme Campan zum weiblichen Sprachgebrauch – Claudia Leitner: Zunge des Eroberers, Markenzeichen kultureller Alteritäten: La Malinche – Joseph Jurt: Ekphrasis. Mit Worten zum Sehen bringen – Michel Delon: Der Sadesche Körper – Monika Schmitz-Emans: Geschriebene Stimmen – Sabine Gross: Lesen - Körper - Text – Eva Kimminich: «Entendre le monde». Sprache und Körper im Werk Jean-Marie Gustave Le Clézios – Gerhild Fuchs: «L’orrore delle frasi»: Vom Eigenleben hinter den Wörtern in Gianni Celatis Erzählungen.