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«Die Haimonskinder» in der Fassung der Aarauer Handschrift von 1531 und des Simmerner Drucks von 1535

Ein Beitrag zur Überlieferung französischer Erzählstoffe in der deutschen Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit

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Beate Weifenbach

Die Empörergeste von den vier Haimonskindern gehört zu den bekanntesten Erzählstoffen des europäischen Mittelalters. Zwei frühneuzeitliche Fassungen werden hier in einer Form vorgestellt, die den Aufbau der Erzählung wie die Wege der Tradierung veranschaulicht. Unterschiedliche Sprachen und Zeiträume werden berücksichtigt, die Adaptation der Fabel in verschiedenen Kulturkreisen und ihre Funktionalisierung als Identifikationstext werden erklärt, Adel wie Bürgertum als Rezipienten benannt. Diese Grundlagenarbeit möchte Philologen und sozialhistorisch interessierte Kulturwissenschaftler anregen, dem Epochenübergang vom Mittelalter zur Neuzeit ihr Forschungsinteresse zu widmen.
Aus dem Inhalt: Reinolt von Montelban und die Haimonskinder – Von der altfranzösischen Chanson de geste in Handschriften zu gedruckten deutschen Romanfassungen der Neuzeit – Literatur als Ausdruck von Selbstverständnis und Selbstdarstellung – Wandelbarkeit eines Erzählstoffes in unterschiedlichen Kontexten – Einführung in die europäische Tradierung.