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Erlebte Rede in der russischen Literatur

Vom Sentimentalismus zum Sozialistischen Realismus

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Robert Hodel

Die Monographie beschäftigt sich in einem einführenden Teil mit der Theorie der erlebten Rede. Ausgehend von Beiträgen von Bally (1912) über Bachtin/Vološinov (1929) bis Paduèeva (1996) werden die besonderen grammatischen und narrativen Bedingungen des Russischen gegenüber dem Deutschen und Französischen herausgearbeitet. Der Hauptteil ist der Geschichte der erlebten Rede vom Sentimentalismus bis zum Sozialistischen Realismus gewidmet. Die erlebte Rede erweist sich hier als eine narratologische Kategorie, die eine weitgehend formalisierbare Betrachtung literarischer Texte erlaubt und zugleich genügend breit angelegt ist, um epochale Entwicklungen adäquat beschreiben zu können.
Aus dem Inhalt: Bestimmung der erlebten Rede in Standardgrammatiken – Theoretische Ansätze: Von Bally und Bachtin/Vološinov bis Paduèeva – Narratologische Bestimmung der erlebten Rede als freie Zone zwischen Erzähler- und Personentext – Die Ausgangslage im Klassizismus: der linear-monologische Stil – Flächenhafte Deckung von Erzähler- und Personentext im Sentimentalismus und in der Romantik – Der Prototypus erlebter Rede: Die Herausbildung der Personenrede als eigenständiger Bereich im Realismus – Systematische Verwischung der Grenzen zwischen Erzähler- und Personentext in der Moderne und Avantgarde – Zur Rolle des Mimetischen im Platonschen Staat und im Sozialistischen Realismus.