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Die schöne weibliche Gestalt im dramatischen Werk Goethes

Übernahme und Umgestaltung des antiken Schönheitsideals

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Iris Rogge

Die Schönheit der Frauengestalten im dramatischen Werk Goethes fällt ins Auge. Angefangen mit der Titelfigur des frühen Monodramas Proserpina sowie der Nausika in dem gleichnamigen Dramenfragment über die Iphigenie, die Prinzessin und Eugenie bis hin zu Pandora, Helena und Galatea treten immer wieder klassich schöne Frauengestalten in Erscheinung. In ihnen ist das antike Schönheitsideal, wie Goethe es in der Vermittlung Winckelmanns und Lessings übernommen und mit den Mitteln des dramatischen Dichters umgesetzt hat, Gestalt und somit anschaulich geworden. Schönheit aber kommt bei Goethe nicht nur zur Schau, sondern wird auch ins Spiel gebracht, indem ihre Wirkung auf die übrigen dramatis personae, die Liebe zum Schönen, gezeigt wird. Vom Theater her konzipiert und für die Bühne geschaffen, sind seine schönen weiblichen Gestalten immer auch als Ganzes zu sehen. Das jeweilige Ambiente, Kleidung, Körperhaltung, Gestik, Mimik und nicht zuletzt auch die Sprechweise spielen für den Gesamteindruck eine Rolle. Theater stellt folglich eine Form der Vermittlung klassischer Schönheit dar, die zu Goethes Zeiten anders auf die Bühne gebracht worden ist als in modernen Inszenierungen.
Aus dem Inhalt: Das antike Schönheitsideal in der Vermittlung Winckelmanns und Lessings als theoretische Grundlage der ästhetischen Anschauung Goethes - Die schönen weiblichen Gestalten der gräzisierenden Schauspiele Goethes: Proserpina, Iphigenie, die Prinzessin und Leonore Sanvitale, Nausikaa, Eugenie, Pandora, Helena und Galatea - Inszenierungen als Beispiel für die Vermittlung antiker Schönheit im Theater zu Goethes Zeiten und heute.