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Anna Achmatova – Spiegelungen und Spekulationen

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Christine Gölz

Spiegelung, Vervielfachung, Auflösung sind wiederkehrende Themen im künstlerischen Werk Anna Achmatovas. Steht am Anfang noch die Konstruktion eines neuen Subjekts im Vordergrund, die Schaffung eines eigenen Kreationsmythos, wird dieser Subjektoptimismus schon bald von der Furcht des Selbstverlusts in eigenen und fremden Zuschreibungen abgelöst. Dagegen setzt Achmatova am Ende ihres künstlerischen Schaffens ein sprachmagisches Konzept ein. Es erklärt die Autorin trotz allem zur Herrin über die Zeichen und damit über ihre eigenen textuellen Repräsentationen. An ausgewählten Werken folgt die Studie den «textuellen Subjektsymptomen» und zeigt die subjektkonstituierenden Verfahren sowie ihre metapoetische Reflexion auf. Dafür werden hier zum ersten Mal im Rahmen einer Monographie neben den Gedichten auch Achmatovas Prosa und ihr spätes Drama untersucht. Die Studie rekonstruiert nicht nur den Mythos Achmatova, sie liefert auch ein umfassendes Gesamtbild von Achmatovas Poetik.
Aus dem Inhalt: Achmatovas Ich im Theoriefeld des Textsubjekts – Die lyrische Persona als Oxymoron – Die lyrische Heldin ‘Achmatova’: Biographie und self-fashioning – Wo ist die Autorin und wer ist X? – Ein Turm für eine Dichterin: Subjektkonstitution in Uedinenie – Magische Semiose: Spiegel und Name in I anjutinych glazok staja – Die Dichterin als unsterbliche Tote(n-Sängerin): Polnočnye stichi.