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Das Moment der Gefahr als Element der Schadenszurechnung im System des Haftpflichtrechts

Eine rechtstheoretische Untersuchung der möglichen Schwächen gängiger Haftungsmodelle

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Thomas Tschaler

Die Arbeit analysiert die Bestandteile von Haftungssystemen und stellt sehr detailliert die Verschuldenshaftung der Gefährdungshaftung gegenüber. Dabei werden die Interdependenzen zwischen den verschiedenen Haftungsmodellen und ihren Elementen aufgezeigt, um sodann die Notwendigkeit eines beweglichen Systems zur Vermeidung von Unbilligkeiten und rechtspolitisch unbefriedigenden Haftungsfällen zu propagieren. Im Ergebnis wird die Integration der Gefährdungshaftung als selbständiges Haftungsprinzip neben der Verschuldenshaftung ins System der Rechtsordnung in Form einer gesetzlichen Generalklausel und damit deren Loslösung von kasuistischen Einzeltatbeständen gefordert. Anschließend erfolgt die Entwicklung einer solchen Generalklausel mit Hilfe der Rechtsanwendungstechnik der Analogie unter besonderer Berücksichtigung der Möglichkeiten einer Haftungsverlagerung durch prozessuale Mittel im Rahmen des Zivilprozeßrechtes.
Aus dem Inhalt: Entwicklungen im Schadenersatzrecht – Aufgaben des Schadenersatzrechts – Grundlagen des Haftpflichtrechts – Systemprobleme – Bestandteile eines Haftungssystems – Die Gefahr als eigenständiger Zurechnungsgrund – Korrektur des Haftpflichtsystems durch prozessuale Mittel – Notwendigkeit einer abstrakt typisierten Gefährdungshaftung