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Zur Wiederentdeckung des Subjekts in der Pädagogik

Neue Wege in der heilpädagogischen Betreuung lern- und entwicklungsbeeinträchtigter Kinder und Jugendlicher

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Jörg Götz-Hege

Dieses Buch verfolgt das anspruchsvolle Ziel einer umfassenden Neubegründung pädagogischen Denkens und Handelns. Pädagogik in ihrer heutigen Verfassung erweckt den Anschein, die Verantwortlichkeit und Bedeutung für die epochalen Probleme zu unterschätzen. Die Aufgabenstellung wird von einem philosophischen Sinnhorizont her begründet: die «Subjektwerdung des jeweils konkreten Menschen» mit der «Subjektwerdung der Menschheit» zu verknüpfen. Die Auseinandersetzung mit der Methodologie sozialwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung sowie der kritischen Psychologie wird integriert in einen subjektbezogenen Handlungsansatz. Im Zentrum des komplexen Praxisversuchs steht die fast zehnjährige dialogische Lebensbegleitung und Einzelfallstudie eines Jungen. Dabei werden neue Wege zur Wiederherstellung äußerst beschädigter Subjektivität aufgezeigt. Das Fazit bildet ein Plädoyer für eine «Pädagogik vom Subjektstandpunkt».
Aus dem Inhalt: Der Gedanke von Menschheit als werdendes Subjekt – Anachronismustendenz oder Subjektorientierung – Kritik subjektwissenschaftlicher Verfahren – Handlungs- und Biographieforschung – Kategorialanalyse: Der Subjektbegriff in der Kritischen Psychologie – Aktualempirische Forschung: Theorienbildung, Forschungsprozeß, Verallgemeinerungskonzept – Fallstudie: Ausgangsproblematik – Fallstrukturhypothese – Umstrukturierung des Lebenskonzepts – Selbstbestimmtes und autonomes Handeln – Plädoyer für eine Pädagogik vom Subjektstandpunkt – Therapie als heilender Dialog: Kritischer Therapiebegriff – Bausteine einer neuen Erziehungstheorie