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«Das vier-beinige Tier»

Bewegungsdialog und Diskurse des Tango argentino

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Monika Elsner-Zapke

Der Tango ist in Buenos Aires ein Ritual und ein Bewegungsdialog, der jenseits von Sprache Figuren hervorbringt. Er eröffnet einen Raum der Zwischenleiblichkeit der Geschlechter, der zu zweit gestaltet werden muß. Ausgehend von Theorien der Leiblichkeit wird die Entstehung des Tangos in einer Archäologie von Bewegungsformen dargestellt, die eine historische Analyse seiner Körpersprache und seiner Mythen ermöglicht. Zielpunkt ist eine Kulturgeschichte des Tangos, die den Tanz als «soziale Choreographie» vor dem medialen Panorama von Buenos Aires (1890-1950) entfaltet. Die intensive Rezeption des Tango argentino in den Metropolen Paris und Berlin (1910-1940) wird vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Körperprojekts der Moderne im 20. Jahrhundert erklärt.
Aus dem Inhalt: Philosophie des Tangos – Ein Körper und vier Beine: Zwischen/Leiblichkeit – «Die Füsse schreiben» – Archäologie von Bewegungsformen – Kulte männlicher Leiblichkeit – Genese der Tanztechnik – Körperästhetik des Tangos in Literatur und Tanz-Diskursen – Tango-Rezeption in Europa.