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Parzen und Nornen

Die poetische Ausformung der mythologischen Schicksalsfiguren zwischen Aufklärung und Expressionismus

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Hildegard Kirschenknapp

Die Arbeit ermöglicht einen Einblick in unterschiedliche Ansätze literarischen Umgangs mit dem mythologischen Erbe der Parzen und Nornen in einem Zeitraum, dessen Eckpfeiler Johann Gottfried Herder und Gottfried Benn bilden. Primär wird nach dem Ursprung und nach den genuinen Eigenschaften der antiken und der germanischen Schicksalsfiguren als mythischer Vorstellung gefragt. Eine epochenbezogene Sichtung der wechselnden Inanspruchnahme des mythologischen Motivs und seiner variantenreich schattierten Bedeutung wird in detaillierten Einzelanalysen vorgenommen. Auf die Funktionalisierung der Parzen und Nornen in der nachexpressionistischen Literatur ist ein kurzer Ausblick gerichtet.
Aus dem Inhalt: Die mythologischen Schicksalsfiguren in der griechischen und römischen Antike – Germanische Muster – Der Stellenwert der Parzen und Nornen in Aufklärung, Klassik und Romantik – Gesellschaftskritische Funktionalisierung – Umdeutung und Assimilierung in der «literarischen Moderne».