Show Less
Restricted access

Der «heimliche Lehrplan» in der Verbrauchererziehung durch Werbung und Medien

Ein Beitrag zum Problem der Werbewirkungen

Series:

Michael Supper

Immer stärker rücken Kauf und Konsum materieller Güter in den Mittelpunkt des Lebens. Eine Schlüsselrolle bei dieser Ausrichtung kommt dabei der Werbung und den Medien zu. Als immer weiter in den Vordergrund rückende Sozialisationsinstanzen verfolgen sie einen «heimlichen Lehrplan», welcher hinter den offiziellen Werbe- und Medienzielen steht. Die Arbeit deckt diesen «heimlichen Lehrplan» der Miterzieher Werbung und Medien auf, zeigt dessen konsumhistorische Ursprünge und die ihm immanenten Wertstrukturen sowie seine Ziele und Strategien. Untermauert wird die These einer vom «heimlichen Lehrplan» verfolgten Erziehung zum Konsum durch die Ergebnisse einer breit angelegten, inhaltsanalytischen Untersuchung von Werbung und redaktionellen Medienbeiträgen. Im Anschluß an die Diskussion der Auswirkungen des «geheimen Erziehungsschemas» werden Ansatzpunkte der Gegensteuerung mittels einer kritischen schulischen Verbrauchererziehung umrissen.
Aus dem Inhalt: Der Begriff des «heimlichen Lehrplans» im Rahmen des Schulunterrichts – Eine konsumhistorische Betrachtung des Entwicklungsprozesses zur modernen Marktgesellschaft – Werbung und Medien als Instanzen kontrollorientierter Sozialisation – Ziele und Ausprägungen des «heimlichen Lehrplans» in der Verbrauchererziehung durch Werbung und Medien – Empirische Prüfung des «heimlichen Lehrplans» – Auswirkungen des «heimlichen Lehrplans» auf Individuum, Gesellschaft und natürliche Mitwelt – Ansatzpunkte einer kritischen schulischen Verbrauchererziehung.