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Die Pietas Maria Theresias im Spannungsfeld von Barock und Aufklärung

Religiöse Praxis und Sendungsbewußtsein gegenüber Familie, Untertanen und Dynastie

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Kerstin Schmal

Maria Theresia stand mit ihrem religiösen Leben im Spannungsfeld zwischen dem Barockkatholizismus und den verschiedenen Strömungen der Aufklärung. Vor diesem Hintergrund entfaltete der Gedanke der «ecclesia semper reformanda» im 18. Jahrhundert eine besondere Aktualität, der sich auch die Kaiserin nicht entzog. Die Studie verdeutlicht, daß die Pietas Maria Theresias, eine besondere Form der Frömmigkeit, verschiedene Charakteristika aufweist, die dazu berechtigen, von einem ganz spezifischen, einem «theresianischen» Frömmigkeitsstil zu sprechen. Mit ihrem religiösen Sendungsbewußtsein versuchte sie, ihre Kinder, ihre Untertanen und ihre Dynastie für den gesellschaftlichen Diskurs der neuen Epoche zu rüsten, der vieles, was ihr wichtig erschien, in Frage stellte.
Aus dem Inhalt: Überlegungen zur Methodologie in der Geschichtswissenschaft – Religiöses Sendungsbewußtsein Maria Theresias gegenüber ihrer Familie – Stellung der Kaiserin zum religiösen Leben der Bevölkerung – Pietas Austriaca: Ausprägung bei Maria Theresia – Neue Ansätze in Machtlegitimation und Sendungsbewußtsein der Kaiserin.