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Selbstbeschreibungen der Vormoderne

Theorietypologien und ästhetische Reflexionen gesellschaftlicher Ausdifferenzierung bei Schiller, Novalis, Forster und Marx

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Dirk Winkelmann

Das ausgehende 18. Jahrhundert, die Vormoderne, ist eine der Schlüsselphasen der Modernisierung unserer Gesellschaft. Unterschiedliche Intelligenztypen versuchten, konsistente Theorien dieses Umbruchs zu entwerfen. Dabei unterscheiden sie sich nicht nur in der Reichweite, sondern bereits in dem, was als «modern» angesehen wurde. Ob Wissenschaftskonstitution, Individualität oder Begriffs- und Warenaustausch: Selbstbeschreibungen oder Befriedung geschichtlicher Kontingenz markieren konträre Theoriesysteme. Um den Intelligenztypen gerecht zu werden, ist eine Hermeneutik erforderlich, die die Theorienotwendigkeiten des einzelnen mit den beobachtbaren Ausdifferenzierungen der Gesellschaft vergleicht. Es zeigt sich, daß die Theorielandschaft reicher war, als selbst uns unsere heutige erscheinen mag.
Aus dem Inhalt: Friedrich Schiller – Entfremdung als Rhetorik der Metapher – Von der Perfektion zur Perfektibilität oder Rousseau und das Kulturproblem – Novalis - Verstehensprobleme und Wissensformen – Interpersonalität und Wissenschaftskonstituierung – Georg Forster - Die logische Schaukel – Ansichten vom Niederrhein - Nullius in Verba – Karl Marx - Paradigmensuche – Manufaktur oder Fabrik - Marx’ Rezeption der Technologie.