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Frühe Stücke

Lacrimas (1803), Niobe (1807), Der Graf und die Gräfin von Gleichen (1807)

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Es war August Wilhelm Schlegel, der als einer der angesehensten Autoren der Zeit im Jahre 1803 Schütz' Erstling Lacrimas herausgab. Als Schütz-Lacrimas ist dann der Verfasser auch in die Literaturgeschichte eingegangen, obwohl sie ihm nicht viel Aufmerksamkeit gezollt hat. Erst neuerdings hat Helmut Sembdner durch seine Biographie von 1974 wieder auf ihn hingewiesen, aber keines seiner Werke ist bisher wieder aufgelegt worden. Wilhelm von Schütz (1776-1847) spielte eine bedeutende Rolle im literarischen Berlin zur Zeit der Romantik, und seine frühen Stücke fanden viel Aufmerksamkeit. «Lacrimas» (1803), «Niobe» (1807) und «Der Graf und die Gräfin von Gleichen» (1807) stellen einen eigenen, künstlerisch anspruchsvollen Beitrag zum deutschen Drama um 1800 dar und veranlassen durch ihre Verbindung von romantischem Gedankengut und griechischem Gewand oder von mittelalterlicher Thematik und antiker Form zu einer differenzierten Betrachtung der literarischen Entwicklung dieser Jahre.
Der vorliegende Nachdruck der Erstausgabe von Wilhelm von Schütz' frühen Stücken ist mit einer Einleitung versehen, welche die Texte in den literarischen Zeitkontext einordnet, Schütz' dramentheoretische Grundlage darstellt und Hinweise zur Interpretation der Stücke gibt.