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Täter-Opfer-Ausgleich als Alternative?

Eine rechtstatsächliche Untersuchung über Möglichkeiten und Stellenwert des Täter-Opfer-Ausgleichs in der (jugend-)staatsanwaltschaftlichen Praxis

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Dominique Schimmel

Der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) ist u.a. eine Diversionsmaßnahme. Seit seiner gesetzlichen Normierung im JGG im Jahre 1990 steht die starke Resonanz, die die Maßnahme in der Literatur erfährt, in keinem Verhältnis zur marginalen Bedeutung in der Praxis. Beeinflussende Instanz ist hierbei die Staatsanwaltschaft. Anhand einer qualitativen Befragung sowie einer quantitativen Aktenanalyse werden Einstellung und Entscheidungsverhalten der Staatsanwaltschaft im Hinblick auf die Auswahl geeigneter Verfahren untersucht. Hierbei wird festgestellt, daß nicht die geringe Anzahl geeigneter Verfahren für das Schattendasein des Täter-Opfer-Ausgleichs in der staatsanwaltschaftlichen Praxis verantwortlich ist, sondern etliche Faktoren die Auswahlentscheidung beeinflussen, die außerhalb formaler Geeignetheitskriterien liegen.
Aus dem Inhalt: Einführung des Täter-Opfer-Ausgleichs in das JGG – Praktische Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs – Rechtliche Grundlagen – Täter-Opfer-Ausgleich und Zivilrecht – Täter-Opfer-Ausgleich in der Diskussion – Aufbau der Berliner Staatsanwaltschaft – Gründe für die Arbeit bei der (Jugend-)Staatsanwaltschaft – Einstellung der Dezernenten zum Täter-Opfer-Ausgleich – Auswahl der Verfahren – Hindernisse und Hemnisse – Probleme der Aktenanalyse – Verfahren, in denen ein Täter-Opfer-Ausgleich durchgeführt wurde – Verfahren, in denen kein Täter-Oper-Ausgleich angeregt wurde – Vergleich der Verfahren.