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«Okkultes» in Thomas Manns Roman «Der Zauberberg»

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Antje Rausch

Diese Arbeit geht von der begründeten Annahme aus, daß dem Zauberberg von Thomas Mann ein okkulter Schriftsinn zugrundeliegt, dessen Erarbeitung und Analyse sowohl die Elaboration eines neuen Menschenbildes im Roman als auch eines anderen ästhetischen Gewinns auf der Seite des Lesers ermöglicht. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Held des Romans, Hans Castorp, exklusiv vor dem Hintergrund seiner Zeit, dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert betrachtet, das aus verschiedenen Gründen mit besonderen historischen, soziologischen und psychologischen Bedingungen ausgestattet ist. In einem nächsten Schritt wird romanimmanent untersucht, inwieweit dem Zauberberg eine kosmologische Konzeption unterliegt, die Bisheriges transzendierend in der Figur Peeperkorns personifiziert und in den von ihm gefeierten Mysterienkulten eine Lösung der diversen angebotenen geistigen Welten anbietet.
Aus dem Inhalt: Der Weg und seine hermeneutischen Voraussetzungen – Die historische Situation – Okkultismus als Modeerscheinung – Thomas Mann, C.G. Jung, Sigmund Freud und das Okkulte – Parapsychologisches – Fragwürdiges auf dem Zauberberg – Kosmologie und Macht – Das Mysterium Peeperkorn oder der Untergang einer göttlichen Synthese – Hoffnungslosigkeit und spiritistische Experimente – Der Wahn und die Träume