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Von der Umwelt zur Mitwelt

Zur Fundierung eines neuen pädagogischen Paradigmas auf der Basis der Philosophie John Deweys

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Manfred Brandt

Die Ökologie kann als deskriptive Wissenschaft keine normativen Aussagen zum Umgang mit der «ökologischen Krise» treffen. Diese hat vielmehr mit dem menschlichen Selbstverständnis und Naturbezug zu tun. Die Untersuchung des Umwelt-, des Natur- und des Mitweltbegriffs verdeutlicht, dass letzterer geeignet erscheint, das menschliche Verhältnis zur Natur auf eine angemessene Grundlage zu stellen. Gestützt wird dies durch die Philosophie John Deweys, der den Menschen unabdingbar in einen die ganze Natur umfassenden dynamischen Erfahrungs- und Sinnzusammenhang eingebunden sieht. Auf dieser Basis kann auch die umweltethische Diskussion hin zu einer mitweltorientierten, holistischen Position überschritten werden und sind die Konzepte in der Umweltpädagogik neu zu bewerten. Es wird gezeigt, dass in Abgrenzung von traditionellen Positionen der Umwelterziehung eine Theorie und Praxis der Mitweltpädagogik in der Lage ist, die «ökologische Krise» als Krise des menschlichen Weltbezuges angemessen in den Blick zu nehmen.
Aus dem Inhalt: Problematik des Begriffs «ökologische Krise» – Mensch und Natur – John Dewey: Evolution, Natur, Geist – Fundierung des Mitweltbegriffs – Von der Umweltethik zum Ethos des Lebens in der Mitwelt – Umwelterziehung: Kritik traditioneller Positionen – Mitweltpädagogik: Fundierung und Konkretisierung.