Show Less
Restricted access

Wissenszurechnung bei Organisationen

Series:

Kristofer Bott

Was weiß eine Organisation? – Wenn man sich im Zentrum vermögensrechtlich bedeutsamen Handelns einen freien Willen denkt, wird auch das diesen Willen lenkende Wissen zur zentralen dogmatischen Kategorie. Unabhängig von Willensdogmen lassen sich Verhaltenserwartungen mit der Erwägung rechtfertigen, daß dem Adressaten die Erwartung bekannt war. Umgekehrt entlastet Unkenntnis und sichert den Bestand an sich regelwidriger Transaktionen. – Die Arbeit befaßt sich mit der Frage, wann Unternehmen, Gemeinden oder andere Organisationen Kenntnis haben oder hätten haben müssen. Die Antwort betont die Funktion des Tatbestandsmerkmals der Kenntnis im je einschlägigen Tatbestandszusammenhang, zu Lasten eines hiervon abstrahierenden Systems kommunikationsbezogener Organisationspflichten.
Aus dem Inhalt: Gesetzliche Grundlagen und Dogmatik der Wissenszurechnung bei Organisationen – Der Regelungsgehalt des § 166 BGB – Wissenszurechnung und Risiken der Arbeitsteilung – Ordnungsgemäße Kommunikation als Verkehrspflicht – Funktion des Tatbestandsmerkmals der Kenntnis – Organisationswissen – Die Bedeutung des Tatbestandszusammenhangs für die Wissenszurechnung – Kriterien der Wissenszurechnung – Einzelprobleme der Wissenszurechnung bei Organisationen.