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Die Wandelbarkeit der Busse

Hermeneutische Prinzipien und Kriterien für eine heutige Theorie und Praxis der Busse und der Sakramente allgemein erhellt am Beispiel der Bussgeschichte

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R. Lendi-Kühne

Das Bussakrament ist mit der liturgischen Erneuerung und dem theologischen Umbruch nach dem II. Vat. Konzil in Wandel sowie theologische und kirchliche Kontroverse geraten. Vor allem die Einführung gemeinschaftlicher Bussfeiern hat die Frage nach deren Sakramentalität, nach der Vielgestaltigkeit der (sakramentalen) Busse und nach dem Zusammenhang kirchlicher Busspraxis mit soteriologischen, ekklesiologischen, anthropologischen und gesellschaftlichen Strömungen und Dominanten gestellt. Ausgehend von einer Analyse zu kurz greifender und weiterführender Versuche der Erneuerung kirchlicher Busse, zeigt die vorliegende Arbeit am Beispiel der Bussgeschichte hermeneutische Prinzipien und Kriterien auf, die bewusst oder unbewusst für den mannigfaltigen Wandel der kirchlichen Busse in Theorie und Praxis massgebend waren und also auch für die gegenwärtige Busserneuerung wegweisend sein sollten. Die aufgezeigten hermeneutischen Prinzipien und Kriterien möchten mutatis mutandis auch für die übrigen Sakramente und viele Bereiche der Theologie und der kirchlichen Praxis gelten und in die Reflexion miteinbezogen werden.
Aus dem Inhalt: Kritische Analyse bisheriger Versuche und Neuansätze zur Erneuerung der kirchlichen Busse - Hermeneutische (Hypo-)Thesen - Darstellung hermeneutischer Zusammenhänge von Busspraxis, Buss- und Sakramententheologie, Soteriologie, Ekklesiologie, gesellschaftlichen Strömungen, anthropologischem Selbstverständnis und weiteren Einflüssen anhand ausgewählter bussgeschichtlicher Epochen - Zusammenstellung erkannter hermeneutischer Prinzipien und Kriterien zur Erneuerung der Busse und der Sakramente allgemein.