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Welt / Spiegel / Buch

Theorie der Fiktionalität und James Joyces Prosa

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Rainer A. Wirth

Fiktion wird gemeinhin als Gegenbegriff zur Wirklichkeit verstanden. Die Untersuchung beschreibt jedoch den Bereich der Dichtung als Bereich zwischen Realem und Irrealem und Fiktion als mögliche Welt. Der fiktionale Charakter einer Welt ist allerdings erst dann erkennbar, wenn ihre Seinsweise im Text reflektiert wird: Fiktion ist Wechselspiel zwischen Mimesis und Selbstreflexion, ist inszenierte Welterzeugung. Das «tetradische System der Fiktionalität», der theoretische Kern der Studie, wird zum Ausgangspunkt der Analyse der immer komplexer werdenden fiktionalen Strategien in James Joyces Prosawerk, in Dubliners, A Portrait of the Artist as a Young Man und Ulysses. Finnegans Wake jedoch sprengt dieses System und stellt seine eigene Zuordnung zum Fiktionalen in Frage – ebenso wie das Wesen dieser Kategorie selbst.
Aus dem Inhalt: Fiktionalität: das Buch - eine Welt? – Mimesis: die Welt im Buch – Mögliche Welten: Welten in der Welt – Radikaler Konstruktivismus: Was ist die Welt? – Fiktionale Welten: mögliche Welten – Selbstreflexivität: der Spiegel im Buch – Das tetradische System der Fiktionalität – Dubliners - eine Welt? – A Portrait of the Artist as a Young Man – Die Entstehung einer Welt – Ulysses - multiple Welten – Finnegans Wake - Fiktion?