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Zur Funktion von Subordinationen in deutschen und griechischen Erzählungen

Eine empirische Untersuchung zum Zusammenhang von Textstruktur, einzelsprachlichen Systemeigenschaften und dem Gebrauch subordinierter Äußerungen

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Ingeborg Gutfleisch

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Prozesse, die den Aufbau von komplexen inhaltlichen Strukturen im Rahmen der Textproduktion steuern. Ausgehend von der Annahme, dass mit der Aufgabenstellung global geltende Vorgaben für die inhaltliche und strukturelle Gestaltung eines Textes festgelegt sind, wird die Verbalisierung eines vorgegebenen Sachverhalts – die Nacherzählung eines Stummfilms – durch deutsche und griechische Sprecher untersucht. Textexterne Vergleichsgröße zwischen beiden Sprachen ist der zu kommunizierende Inhalt. Textinterne Vergleichsgröße sind Subordinationen als Mittel, Informationen im Text perspektivisch zu gestalten. Die kontrastive Analyse erlaubt es, die relative Leistung dieser Konstruktionen im Rahmen des jeweiligen sprachlichen Gesamtsystems zu bestimmen. Für beide Sprachen ergibt sich ein unterschiedliches funktionales Potential von Subordinationen. Dies wiederum ermöglicht Rückschlüsse auf sprachspezifische Planungsprozesse.
Aus dem Inhalt: Erzählforschung und Subordinationen – Aus der Aufgabenstellung resultierende Vorgaben für die Textplanung – Strukturelle Merkmale von Subordinationen im Deutschen und Griechischen – Sprachspezifische Form-/Funktionszusammenhänge und Textaufbaumuster