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Stillstand, Erneuerung und Kontinuität

Einsprüche zur Preußenforschung

Series:

Jörg Wolff

Dieser Band geht Fragen über das Verhältnis zwischen Geist und Staat in der preußischen Geschichte nach. Dabei wird eine realistische Perspektive untersucht, die Preußen weder glorifiziert noch verdammt. Der Schwerpunkt der Beiträge liegt im 18. Jahrhundert, aber auch die modernen Nachwirkungen preußischen Selbstverständnisses werden behandelt. In fast allen Bereichen sind Ergänzungen oder Korrekturen der bisherigen Preußenforschung notwendig. Forschungsmethodische Überlegungen, justiz- und verwaltungspraktische Vorgänge im 18. und 19. Jahrhundert, Auseinandersetzungen mit der napoleonischen Neuordnung Deutschlands sind ebenso versammelt wie Kritik an dem verklärenden Preußenbild des 19. Jahrhunderts. Der Sammelband setzt zu einer Neubestimmung der Preußenforschung zwischen den Idealen der Aufklärung, den Widerständen des Alltags und ihren oft ungewollten Folgen an.
Aus dem Inhalt: Ernst Hinrichs: Preußen und Europa. Neue Ansätze der vergleichenden Preußenforschung – Hinrich Rüping: Theorie und Praxis bei Christian Thomasius – Günter Birtsch: Friedrich der Große. Zwischen Staatsräson und Aufklärung – Hans Hattenhauer: Krise der Aufklärung und preußische Kodifikation – Peter Krause: Mit Kants schädlichen Schriften muß es auch nicht länger fortgehen. Trägt die Ära Woellner ihren Namen zu Recht? – Gerhard Lingelbach: Die Zeitschrift «Der Rheinische Bund» - auch preußischer Widerstand gegen Frankreich? – Danuta Janicka: Forschungen über Preußen und preußische Territorien in der neuesten polnischen, besonders rechtlichen Historiographie (Diskussionsbeitrag) – Jürgen Brand: Die preußische Gewerbereform in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts oder der mißlungene große Sprung nach vorn – Jörg Wolff: Die preußische Idee bei Theodor Fontane – Helmut Klaus: Nachwirkungen preußischen Staats- und Organisationsdenkens in der Gegenwart.