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Paul Tillich und der Council for a Democratic Germany (1933 bis 1945)

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Petra Liebner

Der 1944 von deutschen Emigranten um den Theologen Paul Tillich gegründete Council for a Democratic Germany wollte der zunehmenden deutschfeindlichen Stimmung in den USA entgegenwirken und einen eigenen Beitrag zur Neuordnung Deutschlands und Europas nach der Niederschlagung des NS-Regimes leisten. Es gelang den Emigranten jedoch zu keinem Zeitpunkt, Einfluß auf die amerikanische Kriegsführung und Deutschlandplanung zu nehmen. Was ihnen blieb, war Zeugnis abzulegen von einem «anderen, besseren» Deutschland. Die Realität nach Ende des Zweiten Weltkriegs ging über ihre Pläne für ein demokratisches Deutschland hinweg. In dieser Studie wird die Geschichte des Council for a Democratic Germany detailliert rekonstruiert und beschrieben.
Aus dem Inhalt: Paul Tillich und das andere Deutschland – «Deutschland nach Hitler» – Vom Kriegsausbruch bis zur Atlantik Charta – Chancen und Grenzen deutscher Exilpolitik – Frieden mit «Deutschland ohne Hitler»? – Von Casablanca bis zur Gründung des Nationalkomitees Freies Deutschland – Das Thomas-Mann-Komitee – «Mann über Bord» – Die Gründung des Council for a Democratic Germany – Reaktionen auf die Gründung des CDG – Zusammensetzung und Organisation – Von der Landung der Alliierten bis zum 20. Juli 1944 – Vom Morgenthau-Plan bis zur Konferenz von Jalta – Die Arbeit in den Ausschüssen: Vorstellungen von einem demokratischen Wiederaufbau Deutschlands – Der Council und die Konferenz von Potsdam. Ende und Auflösung – «Das Politische ist mir unter dem Druck des weltgeschichtlichen Schicksals mehr eine Sache der Beobachtung als der Mitarbeit geworden».