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Beiträge zur Begriffsgeschichte der italienischen Aufklärung im europäischen Kontext

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Helmut C. Jacobs and Gisela Schlüter

Die italienische Aufklärung ist im Gegensatz zur französischen in ihrer Begrifflichkeit bislang nur ansatzweise untersucht worden. Dieses evidente Forschungsdesiderat wird zum Anlaß genommen, monographische Beiträge zur Wort- und Begriffsgeschichte, darüber hinaus aber auch zur Diskurs- und Ideengeschichte des Settecento zu präsentieren. Daß dies im interdisziplinären Rahmen – unter Beteiligung von Romanistik, Geschichtswissenschaft, Politologie und Kunstgeschichte – geschieht, versteht sich angesichts der begrifflich-diskursiven Kontinuitäten und Interferenzen zwischen den verschiedenen Sektoren des Aufklärungsdiskurses von selbst. Auch die Einordnung in den europäischen Kontext ist eine Selbstverständlichkeit angesichts der italienischen Teilhabe an der europäischen Aufklärung und insbesondere aufgrund des starken Einflusses der französischen Sprache, Begrifflichkeit und Lexikographie auf die italienischen Aufklärer.
Aus dem Inhalt: Ulrich Dierse: Öffentliches Glück und anderes. Beobachtungen an einigen politisch-sozialen Begriffen der italienischen Aufklärung – Christof Dipper: Despotie und Verfassung: Zwei Freiheitskonzepte der Mailänder Aufklärung – Gisela Schlüter: Zur historischen Semantik von civile-civilizzazione/coltura-civico – Silke Segler-Meßner: Der Begriff bene comune in der Diskussion über die Studien der Frauen – Volker Steinkamp: Der Europa-Begriff der norditalienischen Aufklärer – Edoardo Tortarolo: Opinione pubblica und italienische Aufklärung - einige Lektürenotizen – Madeleine Van Bellen: Die Begriffe giustizia und giusto bei Cesare Beccaria und den Brüdern Pietro und Alessandro Verri – Marc Föcking: Sublime. Funktionen des Erhabenen im Diskurssystem des italienischen Settecento – Ute Frackowiak-Weiß: Der gusto in den Debatten der italienischen Aufklärung – Andreas Gipper: Die Begriffe uomo di lettere und letterato – Martina Hansmann: I modi più facili e più puri: Zur Terminologie Giovanni Pietro Belloris – Christoph Hoch: Begriffsgeschichte und Epistemologie. Zur Bedeutung von letteratura und belle lettere im literarhistorischen Diskurs Italiens von Muratori bis De Sanctis – Peter Ihring: Bando alla pedanteria. Die Pedantismusdebatte im Settecento und ihr Beitrag zur Vertreibung der Gelehrsamkeit aus der italienischen Literaturkritik – Helmut C. Jacobs: Der Begriff romanzo in der poetologischen Diskussion des Settecento – Reinhard Krüger: Geroglifici und scrittura - Priesterbetrug und Freiheit. Die Mediengeschichte als Menschheitsgeschichte oder Giambattista Vicos Beitrag zu einer politischen Archäologie der Kommunikation.