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Die deutsch-italienischen Beziehungen im Spannungsfeld der europäischen Politik 1918-1934

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Markus Dreist

In der Forschung wurde immer wieder über die These einer Kontinuität deutscher aggressiver Außenpolitik auch in der Weimarer Republik gestritten. Die Arbeit geht dieser Frage nach und unterstreicht vor allem die Politik des Konsenses mit den westlichen Staaten unter der Ägide Stresemanns. Besonders im Verhältnis zum faschistischen Italien, so die These, tritt die Grundtendenz deutscher Außenpolitik in der Zwischenkriegszeit zutage. Welche Rolle man dem faschistischen Italien zukommen ließ, wird damit zum Indikator für die Ernsthaftigkeit deutscher Friedenspolitik. Und noch eines wird deutlich: Daß der inflationär benutzte Begriff «Revisionismus» als Urteil zur Charakterisierung von Politik nicht ausreicht und einer differenzierten Betrachtungsweise eher im Wege steht.
Aus dem Inhalt: Stresemann, Mussolini und der Vertrag von Locarno – Die Krise um Südtirol – Deutschland, Italien und der «Geist von Locarno» 1926-1929 – Das Ende der Locarno-Politik – Die Pläne zu einer deutsch-österreichischen Zollunion – Der Viermächte-Pakt.