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Die Sacri Monti im Piemont und in der Lombardei

Zwischen Wirklichkeitsillusion und Einbeziehung der Primärrealität

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Gabriele Landgraf

Die Heiligen Berge Oberitaliens und des südwestlichen Alpenraumes sind weitläufige Kapellenanlagen, die vor allem in der Lombardei und im Piemont von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert entstanden sind. In ihrer Funktion als Wallfahrtsstätten bieten sie dem Pilger eine intensive Vergegenwärtigung der christlichen Heilsgeschichte und verschiedener Heiligenviten. Kunsthistorisch herausragend ist dabei das einzigartige Zusammenwirken von Malerei, Skulptur und Architektur mit dem Ziel, in der Vorstellung des Rezipienten eine künstliche Realität, eine vollkommene Illusion seiner Teilnahme am heiligen Geschehen zu erzeugen. Die Arbeit liefert erstmalig eine umfassende vergleichende Analyse der Sacri Monti mit der Fragestellung nach den eingesetzten Kommunikations- und Illusionsprinzipien und der jeweiligen Realitätsstruktur.
Aus dem Inhalt: Die Gruppe der Sacri Monti – Funktion und Darstellungsabsicht der Sacri Monti – Prinzipien der Kommunikation und Illusion der Sacri Monti – Den Betrachter involvierendes Geschehen in der Frühzeit der Sacri Monti – Bühnenmäßig inszeniertes Geschehen bei den Sacri Monti der Gegenreformation – Vorbilder und Parallelen der Sacri Monti für die Verwendung illusionistischer Darstellungsmittel.