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Über Bedingung und Möglichkeit sprachlicher Bezugnahme auf Empfindungen

Eine Kritik von Ludwig Wittgensteins Auffassung über das Verhältnis von Empfindung, Empfindungswort und Empfindungskorrelat

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Walter Koch

In der Arbeit wird eine Theorie der Empfindungssprache entwickelt, in der die Privatheit von Empfindungen nicht mehr mit der intersubjektiven Bedeutung von Empfindungswörtern in Widerspruch steht. Hierzu wird die naive Theorie über die Funktionsweise unserer Empfindungssprache rekonstruiert, mit der sich Wittgenstein in den Philosophischen Untersuchungen auseinandersetzt, sowie seine eigene Position dargelegt, nach der Empfindungen aufgrund ihrer Privatheit semantisch irrelevant sind. Wittgenstein hat jedoch die Bedingungen für die Bedeutung von Empfindungswörtern aus den Bedingungen ihres Erwerbs abgeleitet und dadurch die Rolle des intersubjektiven Analogieschlusses unterschätzt.
Aus dem Inhalt: Detaillierte Erläuterung der naiven Auffassung über die Bedeutung von Empfindungswörtern und Gegenüberstellung mit Wittgensteins Position – Interpretation des Privatsprachenargumentes – Wittgensteins Verhältnis zur cartesianischen Tradition – Exkurse zur Thematik der Empfindungssprache bei Platon, Locke und Frege.