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Die französische Synonymie im Spannungsfeld zwischen Paradigmatik und Syntagmatik

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Martina Batteux

Die Synonymieproblematik berührt verschiedene linguistische Teildisziplinen. Synonymie wird als Bedeutungsähnlichkeit interpretiert, die sich durch gleiche / ähnliche semantische Merkmale manifestiert. Die Substitutionstests belegen dies und andere Hypothesen: Die Verlagerung der Synonymie auf die Sememebene wird verifiziert und die notwendige Textorientierung in der Synonymiediskussion bestätigt. Paradigmatische und syntagmatische Aspekte beeinflussen dabei die Synonymenwahl. Der Zusammenhang von Synonymie und Diaphasik zeigt, dass Synonyme stilistische Variationen aufweisen können. Nur in Ausnahmefällen werden diatopische und diastratische Elemente synonym zu den Äquivalenten der Allgemeinsprache gebraucht.
Die Interaktion der Differenzierungskriterien in der Synonymenwahl – Syntax und Semantik – beeinflusst die Probandenentscheidung. Wörter, die nachweislich synonyme Sememe enthalten, können aufgrund von Kollokationen nicht immer als synonym identifiziert werden.
Aus dem Inhalt: Ein historischer Abriss der Synonymiediskussion – Der aktuelle Stand der Synonymiediskussion (Synonymie, Konnotation, Varietätenlinguistik, Kontext, Kollokation) – Substitutionstests und Inbezugsetzung Theorie und Praxis.