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Die Bedeutung der Sprache in der religionspädagogischen Theoriebildung

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Andrea Schulte

Angesichts des Schwindens christlicher Tradition in der Gesellschaft sind religiöse Sprachformen in der Gegenwartskultur nur schwer verständlich und vermittelbar. Umso dringlicher ist es, religionspädagogisch nach dem Stellenwert religiöser Sprache im Bildungskontext der Schule und insbesondere des Religionsunterrichts zu fragen. Die Rezeption der Sprachspieltheorie Ludwig Wittgensteins, des sprachanalytischen Ansatzes Donald Davidsons sowie der Sprechakttheorien John L. Austins und John R. Searles leisten hier einen Beitrag zur Bedeutung der Sprache in der religionspädagogischen Theoriebildung. Die gewonnenen Ergebnisse münden in ein Plädoyer für ein eigenes religionspädagogisches Sprachverständnis. Dabei wird die Ausbildung von Religionspädagogen zu einem vornehmlichen Ort religiöser Sprachbildung. Sie trägt dazu bei, die Sprache der Lehrenden im Unterricht für das Gelingen religiöser Lernprozesse zu stärken.
Aus dem Inhalt: Sprache als Herausforderung der Religionspädagogik – Die Sprache als «Sprachspiel» (L. Wittgenstein) – Verstehensbedingungen und -ermöglichungen religiöser Sprache (D. Davidson) – Die Bedeutung der Sprechakttheorien für religionspädagogische Handlungsfelder – Religionspädagogik und Sprachbildung.