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Karôshi, ein japanisches Phänomen?

Ursachen und rechtliche Hintergründe für den Tod am Arbeitsplatz - Eine rechtsvergleichende Studie

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Oliver Tieste

Das seit den 80er Jahren unter den Begriff «Karôshi» bekannte und in der internationalen Medienberichterstattung diskutierte «japanische» Phänomen des Todes durch Überarbeitung wird in der Studie auf seine Ursachen im Rechtssystem und der betrieblichen Praxis zurückgeführt. Untersucht werden Gesetze, Arbeitsordnungen und Tarifverträge sowie die Rechte und Organisationsformen der japanischen Arbeitnehmervertretung. Vor dem Hintergrund einer in jüngster Zeit in Deutschland unter Effizienzgesichtspunkten planvoll gelenkten Arbeitsintensivierung und eines zunehmenden «Verwischens» der Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit, gewinnen die rechtsvergleichenden Elemente der Arbeit und die Projektion der Ursachenfaktoren arbeitsbedingter Koronarerkrankungen auf das deutsche Recht der Arbeitnehmervertretung ein hohes Maß an Aktualität.
Aus dem Inhalt: Karôshi - Beschreibung eines japanischen Phänomens – Arbeitszeit in Japan – Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen für arbeitsbedingte Stress- und Koronarerkrankungen in Japan: Gesetze, Tarifverträge und Arbeitsordnungen – Das Phänomen der service overtime, der japanischen Rechtssprache und des japanischen Rechtsverständnisses – Das Japanese Produktion Management als Ursache für Karôshi – Reflexion der Problemschwerpunkte auf das Recht der deutschen Arbeitnehmervertretung.