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Die Hypotaxe in der englischen Lyrik

Eine Typologie dichterischer Texte anhand syntaktischer Kriterien

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Christoph Schubert

Da lyrische Texte ursprünglich mündlich überliefert wurden, ist von ihnen eine eher parataktisch-reihende Syntax zu erwarten. Die Studie zeigt erstmals, daß die Hypotaxe in der anglo-amerikanischen Lyrik für die Konstitution der Gedichtaussage dennoch eine bedeutende Rolle spielt. Ein repräsentatives Korpus mit Gedichten von der Renaissance bis zur Gegenwart wird hinsichtlich der verwendeten Nebensatztypen quantitativ und qualitativ ausgewertet. Auf dieser Basis wird eine Texttypologie entwickelt, die die sechs lyrischen «Sprechperspektiven» der Perzeption, Selbstreflexion, Retrospektion, Spekulation, Evaluation und Persuasion umfaßt. Diese Sprechperspektiven werden abschließend auf lyrische Genres sowie auf literarhistorische Epochen angewandt.
Aus dem Inhalt: Die Wirkungsweisen von Parataxe und Hypotaxe in der Lyrik – Dichterische Äußerungen zur Syntax in poetologischen Schriften und Gedichten – Das quantitative und qualitative Vorkommen der Hypotaxe im Gedichtkorpus – Die syntaktischen Kennzeichen der sechs dichterischen «Sprechperspektiven» – Die Sprechperspektiven in verschiedenen lyrischen Genres und literarhistorischen Epochen.