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Ansätze zu einer Geschichte des jüdischen Theaters in Berlin 1889-1936

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Heidelore Riss

Die Historiographie des jüdischen Theaters steht erst am Anfang. Am Beispiel Berlins – neben Wien am Beginn des 20. Jahrhunderts die wichtigste Drehscheibe zwischen Ost und West – sollen die unterschiedlichen sozialen, künstlerischen und rezeptionshistorischen Kontexte aufgezeigt werden, in denen jüdisches Theater – hebräisch-, jiddisch- und deutschsprachig – seinen Platz fand. So entwickelte sich in Berlin jenseits des großstädtischen Theaterbetriebes eine jiddischsprachige Theaterkultur, die im Lichte bildungsbürgerlicher Vorurteile, kulturzionistischer Theorien oder der Tourneen der Wilnaer Truppe unterschiedliche Rezeptionen erfuhr. Heterogene Erscheinungsformen wie das wilhelminisch geprägte Theater der Herrnfelds oder das jiddische Operettentheater der Zwanziger Jahre stehen neben ästhetisch ambitionierten Projekten wie Menachem Gnessins Palästinensischem Theater oder dem Projekt eines deutsch-jüdischen Theaters.
Aus dem Inhalt: Das Theater der Gebrüder Herrnfeld – Abraham Goldfadens Erben – Martin Buber und die jüdische Renaissance – Die Wilnaer Truppe 1921-1928 – Hebräisches Sprachexperiment – Jiddisches Operettentheater der Zwanziger Jahre – Habima und Goset – Die Kabarett-Kampf-Kampagne des Centralvereins – Das Theater des Jüdischen Kulturbundes – Die Affäre Rotter – Der Preußische Theaterausschuß – Der Spielplan des Kulturbundes.