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Tempel für die Großen der Nation

Das kollektive Nationaldenkmal in Deutschland, Frankreich und Großbritannien im 18. und 19. Jahrhundert

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Lars Völcker

«It is not only Rheims Cathedral and St. Denis both in one; but it is also what the Pantheon was intended to be to France – what the Valhalla is to Germany». Mit diesen Worten beschrieb Dean Arthur Penrith Stanley im Jahre 1868 die Abtei von Westminster. Auf den Spuren der Gedankenverbindung Stanleys vergleicht die Arbeit verschiedene kollektive Nationaldenkmäler in Deutschland, Großbritannien und Frankreich im 18. und 19. Jahrhundert. Im Zentrum der Untersuchung steht die aus der europäischen Aufklärung gewachsene Idee der Apotheose des Großen Mannes als Teil eines säkularisierten Unsterblichkeitsglaubens mit nationalen und pädagogischen Implikationen für die Nachwelt. Die Idee des kollektiven Nationaldenkmals war in der Tat ein europäisches Phänomen. Doch die Umsetzung der Ideen zur Errichtung dieser säkularen Tempel scheiterte fast immer an den Schwierigkeiten, eine national konsensfähige Auswahl zu treffen.
Aus dem Inhalt: Die Großen der Nation – Sammelbiographien – Westminster – Die Worthies von Stowe – Calton Hill, ein schottischer Parthenon – Charles Perrault – Montparnasse – Ermonville – Quatremère de Quincy – Pantheon – Jägerspreis – Leo von Klenze – Ludwig von Bayern – Walhalla.