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Heimito von Doderers Roman «Die Wasserfälle von Slunj»

Eine sprachwissenschaftliche Untersuchung zum österreichischen Deutsch

Series:

Su-Jin Lee

Gegenstand der Arbeit ist eine sprachwissenschaftliche Untersuchung des letzten von Doderer vollendeten Romans Die Wasserfälle von Slunj. Ausgegangen wird von der Fragestellung: Was macht diesen Roman so typisch österreichisch? Der Gesamttext wird nach diversen Merkmalen hin untersucht, beispielsweise Diminutiva, Zeitangaben, Tempusgebrauch, Ortsreferenz, Eigennamen, Titel und Anreden u.a. Semantische Besonderheiten wie Wortbildungen, Isotopien, Wiederholungen und Wiederaufnahmen werden aufgezeigt. Insbesondere im dialogisierenden Text zeichnet sich der Roman durch Polyglottie aus. Ein Zusammenhang zwischen der Vielsprachigkeit im Text und dem Vielvölkerstaat der österreichisch-ungarischen Monarchie in der Realität kann hergestellt werden. Die österreichischen Besonderheiten der deutschen Sprache zeigen sich am deutlichsten im Wortschatz und in festen Wendungen. Austriazismen und typisch österreichische Ausdrücke finden sich zum Nachschlagen in einem 335 Einträge umfassenden Glossar.
Aus dem Inhalt: Sprachliche Besonderheiten österreichischer Provenienz in diesem Roman – Zeitreferenz: 1877-1910 – Ortsreferenz: Von Wien bis Slunj – Travnicek: Leistung der Eigennamen im Text – «Feschak» und andere Substitutionen – Wiederholung und Wiederaufnahme von «Stiefel» – Diminutiva: Madl, Mädel, Mäderl – Dodereske Wortbildungen wie «conciergificatio» – Isotopie: Düfte und Gerüche – Titel und Anreden: «Küß die Hand, Herr Doctor» – Dialoge «ungeniert im Wiener Dialect» – Polyglottes «Österreichertum» – Übersetzungsproblematik – Poeta Austriae Austriacissimus – Glossar.