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Wit, Passion and Tenderness

Ovids "Metamorphosen</I> im Wandel der Diskurse in England zwischen 1660 und 1800

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Sonja Fielitz

Ovid nimmt zwischen 1660 und 1800, einer Zeit, die von zwei großen Diskontinuitäten in der episteme der abendländischen Kultur geprägt ist, in England eine Sonderstellung ein. Er gehört zwar zu den antiken Autoren, die generell im Klassizismus in England höchstes Ansehen genießen, doch entsprechen seine Metamorphosen nicht den Normen im Sinne des klassizistischen Verständnisses von antiken Texten. Diese Studie erforscht erstmals differenziert, wie mit diesem europäischen Grundtext verfahren wurde und zeigt, wie er in andere Gattungen verschoben, parodiert und imitiert wurde, dass bestimmte Mythen selektiert und Ausgaben für ganz bestimmte Lesergruppen erstellt wurden. Sie etabliert damit erstmals Ovids Metamorphosen als hochinteressanten «Testtext», um eine diversifizierte und durch ganz unterschiedliche Diskurse und Kanäle literarischer Produktion und Rezeption geprägte Zeit zu erhellen.
Aus dem Inhalt: Sprache und Stil – Gattung – Burlesken – Ovid als Schulautor – Übersetzungen – Die Metamorphosen als Frauenlektüre.