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Würfelwörter und Rätselbilder im Parzivalprolog Wolframs von Eschenbach

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Heinrich Hüning

Was bedeuten die Bilder des Parzivalprologs und worum ging es im Literaturstreit zwischen Gottfried und Wolfram? Auf beide Fragen gibt der Autor eine klare und völlig neue Auskunft.
Der Schlüssel zum neuen Textverständnis liegt in der Doppeldeutigkeit von Wörtern, die Wolfram benutzte, um den Prolog als literarisches Rätsel zu konzipieren. Dieser Stil wurde durch Gottfried von Straßburg mit dem bickelwort-Vorwurf heftig kritisiert. Glücklicherweise konnten die bis heute nicht mehr bekannten historischen Knöchelwürfel (bickel) wiedergefunden und aufgrund ihrer Form und Funktion entsprechende Glücksspielregeln rekonstruiert werden. Mit ihrer Hilfe gelang es, sowohl den Sinn der Literaturkritik Gottfrieds als auch den rätselhaften Text Wolframs von Eschenbach zu entschlüsseln.
Aus dem Inhalt: Das Problem der dichterischen Bilder – Der Eingangsvers des Prologs, ein Rätsel – Das Verhältnis von «agelstern» - «zwivel» - «nachgebur» – Das dichterische Gesamtbild des Anfangs – Die «stiure» der vorliegenden Interpretation – Die Enite-Kritik, ein Bilderrätsel im Text der Frauenlehre – Die Erec-Satire als Reihung von rätselhaften Bildern.