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Komposition als Kommunikation

Zur Musik des 20. Jahrhunderts

Series:

Constantin Floros, Friedrich Geiger and Thomas Schäfer

Dieser Band versammelt vierundzwanzig Beiträge von Wissenschaftlern verschiedener Generationen zu einer Rückschau auf die Musikgeschichte des eben zu Ende gegangenen Jahrhunderts. Er ist Peter Petersen, dem langjährigen Redakteur und Mitherausgeber des Hamburger Jahrbuchs, zum sechzigsten Geburtstag gewidmet. Die Autorinnen und Autoren haben vor allem seine drei Hauptarbeitsgebiete berücksichtigt – Musiktheater, musikalische Analyse und politisch engagierte Musik. Der Titel Komposition als Kommunikation ist Reverenz an Petersens Überzeugung, daß Musik ein Weg ist, sich über menschliche Belange zu verständigen. Dies verdeutlichen seine zahlreichen Schriften (der Band enthält ein Verzeichnis) ebenso wie die hier vorliegenden Studien, die den Bogen vom frühen Schönberg bis zur jüngst uraufgeführten Berio-Oper spannen.
Aus dem Inhalt: Constantin Floros: Zum Geleit – Joachim Noller: Klang/Bewegung. Musik und Tanz im modernen Gesamtkunstwerk (Kandinsky - Schreyer - Schlemmer) – Wolfgang Dömling: «Die reine abstrakte Form des Theaters». Kandinsky, Schönberg und das experimentelle Theater – Albrecht Schneider: Akustische und psychoakustische Anmerkungen zu Arnold Schönbergs Emanzipation der Dissonanz und zu seiner Idee der Klangfarbenmelodie – Hans-Ulrich Fuß: «Die Brücken zur Vergangenheit sind schmale und zerbrechliche Stege». Spätromantische Elemente in der Harmonik von Alban Bergs Wozzeck – Hanns-Werner Heister: Orpheus, Lulu, Woyzeck und andere. Fragmentarische Überlegungen zu einigen Beziehungen zwischen Musiktheater und Zirkus – Friedrich Geiger: Mode und Schöpfer. Arnold Schönbergs Oper Von heute auf morgen als musikästhetische Polemik – Vladimir Karbusicky: Die Ohnmacht und unliebsame Macht des Pazifismus. Otakar Ostrčils Hansens Königreich – Hartmut Krones: Jura Soyfers Dachau-Lied in seinen Vertonungen durch Herbert Zipper und Marcel Rubin – Albrecht Dümling: Zeitgenössische Musik im Dritten Reich. Die Beiträge Hanns Eislers und Theodor W. Adornos zur Konferenz «Music in Contemporary Life» (Los Angeles 1944) – Hans-Gerd Winter: «Platz der Musik». Ingeborg Bachmanns Lieder von einer Insel, untersucht im Hinblick auf den Musik und Dichtung gemeinsamen «Gang des Geistes» – Thomas Phleps: «Complex, but simple». Conlon Nancarrows tempo-dissonierende Boogie-Woogies und Canons für Player Piano – Thomas Schäfer: Multimedia: The Project. Überlegungen zum Spätwerk von Jani Christou – Peter Niklas Wilson: Welt-Musik-Politik. Das Fremde als Projektion, Imitation, Illusion in Mauricio Kagels Exotica – Peter Revers: «Blühende Weizenwelten», erwachsen am «Baum des Martyriums». Zur Neruda-Rezeption in Allan Petterssons 12. Symphonie Die Toten auf dem Marktplatz und der Kantate Vox humana – Ute Schomerus: «Lenin 71-17». Zur Verknüpfung historischer Kontexte in Luigi Nonos Al gran sole carico d’amore – Jörg Rothkamm: «In memoriam Paul Dessau». Hans Werner Henzes Barcarola per grande orchestra – Helmut Rösing: Kann Musik politisch sein? Zur Rolle der Musik in Stanley Kubricks Film Full Metal Jacket – Annette Kreuziger-Herr: Politik und Postmoderne: Die Oper Nixon in China von John Adams – Susanne Rode-Breymann: «aus dem Stoffe geborene Form»: Zum Entstehungsprozeß von Wolfgang von Schweinitz’ Azione musicale Patmos – Manfred Stahnke: Zwei Blumen der reinen Stimmung im 20. Jahrhundert: Harry Partch und Gérard Grisey – Uwe Sommer: «Ein Raum, hartnäckig zu erforschen». Luciano Berios integratives Musiktheater in Cronaca del Luogo – Sven Hiemke: Zur Bedeutung des Akzentstufentaktes in der Rhythmusanalyse nach Petersen – Rafael de Weryha-Wysoczański: Zwei Aquarelle von Hans Werner Henze.