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Philologie als Nationalpädagogik

Gustav Roethe zwischen Wissenschaft und Politik

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Jörg Judersleben

Die deutsche Nationalphilologie gelangte in der Ära Scherer zu Einfluß und Ansehen, indem sie den szientistischen Neutralismus ihres methodischen Kanons mit dem Anspruch auf ethische Wertsetzungen verband. Paradigmatisch für den Höhepunkt dieser Entwicklung steht der Berliner Germanist Gustav Roethe. In dieser Monographie wird sein Lebenswerk aus sozialen Entwicklungszusammenhängen abgeleitet und vor dem Hintergrund konservativer Gelehrtenpolitik, akademischer Schulenbildung und innerdisziplinärer Pluralisierungstendenzen analysiert. Im Zentrum der Untersuchung seiner Texte steht die Ligatur von Weltbild und Methode, im Zentrum der Untersuchung seiner Rolle im Sozialsystem «Germanistik» die Rekonstruktion seines überaus komplexen wissenschaftsorganisatorischen Wirkens.
Aus dem Inhalt: Roethe: Tod und Leben eines Germanisten – Die Gebildeten unter den Bürgern – Die Professoren unter den Gebildeten – Die Philologen unter den Professoren – Die Nationalphilologen unter den Philologen – Roethe: Referenzräume – Roethe: Wirkungsfelder – Pretzel: Tod und Leben eines Germanisten.