Show Less
Restricted access

Sozial-kognitive Bewertungsprozesse bei schizophrenen Patienten

Series:

Wolfgang Hesse

Die Arbeit untersucht psychologische Aspekte der Vulnerabilität für schizophrene Störungen. Vor dem Hintergrund eines umfangreichen Literaturüberblicks werden Beeinträchtigungen der Fähigkeiten zum sozialen Perspektivenwechsel, ein fragiles Selbstwertgefühl und eine besondere Ambivalenz als stabile Merkmale schizophrener Personen diskutiert. Dies bestätigt sich in einer Untersuchung von 61 schizophrenen Patienten und 69 Personen aus der Allgemeinbevölkerung. Die Merkmale lassen sich nicht auf psychotischen Realitätsverlust, kognitive Desorganisation oder soziale Faktoren zurückführen. Daraus werden Konsequenzen für eine kognitive Therapie der schizophrenen Störung gezogen.
Aus dem Inhalt: Vulnerabilitäts-Streß-Bewältigungsmodelle – Die Vulnerabilität: Störungen der Informationsverarbeitung, experimentalpsychologische Versuchsanordnungen und Modellvorstellungen – Egozentrismus, sozialer Perspektivenwechsel und Eigenbezüglichkeit – Die Bedeutung von Streß: Kritische Lebensereignisse und familiäre Faktoren – Selbstwertgefühl und moralische Anforderungen – Das Problem der Chronizität: Positive vs. negative Symptome, Grundstörungen und Basissymptome – Motivation, Volition und Ambivalenz – Kognitive Verhaltenstherapie für schizophrene Störungen.