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Zuschauerkommunikation

Formen und Funktionen der alltäglichen kommunikativen Fernsehaneignung

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Michael Klemm

Das Schreckbild vom passiven Zuschauer, der hilflos am Tropf der Fernsehberieselung hängt und kommunikativ verkümmert, ist weit verbreitet. Was wirklich vor dem Fernseher geschieht, vor allem wie, worüber und wozu Zuschauer bei der gemeinsamen Rezeption sprechen, wurde jedoch bisher kaum erforscht. Dieses Buch gibt erstmals systematisch Einblick in die Vielfalt der Muster, Themen und Funktionen der spontanen Zuschauerkommunikation, durch die wir uns das Gesehene und Erlebte für unsere jeweilige Lebenswelt aneignen. Auf einer breiten Basis authentischer Daten und detaillierter Fallanalysen wird beschrieben, wie eigenständig, differenziert und produktiv wir mit den Inhalten des sogenannten Massenmediums Fernsehen umgehen (können). Jenseits aller Wirkungsannahmen zeigt sich somit: Was Fernsehen «ist» und «macht», ist nicht zuletzt eine Frage seiner kommunikativen Aneignung.
Aus dem Inhalt: Grundlagen: Der sprachwissenschaftliche Handlungs- und Kommunikationsbegriff – Fernsehen als kommunikativer Prozess – Zum Begriff der (kommunikativen) Fernsehaneignung – Forschungsstand zur qualitativen Rezeptionsforschung – Methodologie der Gesprächsanalyse – Das kommunikative Repertoire von Fernsehzuschauern – Themen und Themenbehandlung in der Zuschauerkommunikation – Analyse komplexer Fallbeispiele (Eltern-Kind-Kommunikation, Rezeption von Nachrichten und Werbespots) – Makrofunktionen der Zuschauerkommunikation.