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Linguistische Untersuchungen jugendliterarischer Texte im Rahmen einer relationalen Stilistik

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Inge Pohl and Wilhelm Schellenberg

Die linguistischen Untersuchungen zu jugendliterarischen Texten sind durch gemeinsame stiltheoretische Prämissen gekennzeichnet: Stil – die Art und Weise, etwas Mitzuteilendes zweckgebunden zu gestalten – wird als relationale Kategorie betrachtet. Stilanalysen berücksichtigen die Komponenten Textproduzent – Text – Textrezipient ganzheitlich. Literarische Texte sind aufgrund ihrer Einbindung in die poetische Kommunikation stilanalytisch spezifisch zu behandeln. Die Autorinnen und Autoren des Bandes belegen diese Grundsätze methodenplural und aus unterschiedlichen Perspektiven: Aus der Perspektive von Textproduzenten werden Kommunikations- und Sprachreflexionen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern erörtert, aus einer Textperspektive unterschiedliche jugendliterarische Text-sorten nach ausgewählten stilistischen Gestaltungskategorien analysiert und aus der Perspektive von Textrezipienten Stilwirkungen beschrieben. Der Band stellt linguistisch-stilistische Untersuchungen zu einem gegenwärtig unterrepräsentierten Arbeitsfeld vor und appelliert gleichzeitig, den Sprachgebrauch literarischer Texte wieder deutlicher in den Fokus linguistischen Interesses zu rücken.
Inhalt: Wilhelm Schellenberg: Erst stell’ ich mir nach, stell’ dann mir was vor und stell’s schließlich anderen hin … - Sprachstilistische Studien zu Sprachreflexionen von KJL-Autoren in Sachaussagen und Erzähltexten – Petra Ewald: Tintenherz: Zur Verwendung sprachlicher Bilder in der Jugendliteratur – Sabine Thomas: «Was geht? Wer zimperlich ist, kann einpacken.» Untersuchungen zum unterschiedlichen Einsatz jugendsprachlicher und anderer gesprochen-sprachlicher Ausdrücke in stilisierten Konflikt-Dialogen in der Kinder- und Jugendliteratur – Petra Balsliemke: Wenn die taube Nuss superporno aussieht … - Wie viel Jugendsprache enthält der Roman «Tschick»?Ulla Fix: Sakralisierung und Historisierung der Sprache in Fantasy-Literatur. Semiotisch-stilistische Überlegungen – Hajo Diekmannshenke: Das Komische im Comic – Andrea Bachmann-Stein: Emotionen in der Jugendliteratur – Inge Pohl: Zum Emotionspotential des Popromans «Faserland» von Christian Kracht – Eugenia Gontscharova: Der fiktionale Brief in Christine Nöstlingers «Werter Nachwuchs»: Stil als Beziehungsgestaltung im Generationendialog – Stephan Stein: Rezeptionsorientierte Stilanalyse literarischer Texte - Am Beispiel von Sterben, Tod und Trauer im modernen Jugendroman.