Show Less
Restricted access

Das Büro des Reichspräsidenten 1919-1934

Eine politisch-administrative Institution in Kontinuität und Wandel

Series:

Klaus-Dieter Weber

Die Studie beschreibt erstmalig umfassend die Entstehung, Entwicklung, Organisation, Funktion und Arbeitsweise des Büros des Reichspräsidenten von 1919-1934. Seine Beamten, darunter Otto Meissner, waren verantwortlich für die administrative Umsetzung des präsidialen Wollens, die Wahrnehmung und Wahrung der verfassungsmäßigen Rechte und Pflichten des Staatsoberhauptes. Die Untersuchung beschäftigt sich neben der Darstellung der alltäglichen Arbeitsabläufe, die die Amtsführung der beiden Reichspräsidenten Friedrich Ebert und Paul Hindenburg bestimmten, auch mit der Frage des bürokratischen Einflusses auf die Politik, insbesondere in bezug auf die präsidiale Notverordnungspraxis nach Artikel 48. Insofern ist die Geschichte des Reichspräsidentenbüros, das direkt oder indirekt beteiligt war an den politischen Entscheidungsprozessen jener Zeit, auch eine Geschichte der Weimarer Republik.
Aus dem Inhalt: Das Reichspräsidentenamt in der verfassungspolitischen Auseinandersetzung der Parteien und in der Verfassung, Gründung und Einrichtung des Reichspräsidentenbüros – Organisation des Reichspräsidentenbüros – Personal, Geschäftsgang und Geschäftsverteilung – Aufbau- und Entwicklungsphase 1919-1925 – Neuorientierung und Konsolidierungsphase 1925-1934 – Funktionen des Reichspräsidentenbüros – Aufgabenbereiche und Arbeitsweisen – Das Büro des Reichspräsidenten im Brennpunkt politischer Entscheidungsprozesse der Weimarer Republik – Der Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung – Ein präsidiales Notverordnungsrecht? – Macht oder Machtlosigkeit? – Der Reichspräsident und sein Büro in der Notverordnungspraxis – Das Reichspräsidentenbüro in den Wahlen von 1925 und 1932 – Vom Büro des Reichspräsidenten zur Präsidialkanzlei des «Führers»