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Zur Relevanz von CAPM-Anomalien für den deutschen Aktienmarkt

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Detlev Dietrich Stock

Das «Capital Asset Pricing»-Modell nimmt in der wissenschaftlichen Diskussion eine geradezu paradigmatische Stellung ein. In der Standardversion des CAPM ist der Betafaktor das einzige bewertungsrelevante Risikomaß. Anders als von diesem Modell vorausgesagt, werden in dieser Arbeit zahlreiche alternative Einflußgrößen auf die Renditenbildung deutscher Aktiengesellschaften identifiziert, die die CAPM-Anomalien begründen. Der Frage, ob die Bewertung dieser Größen auf rationalem oder eingeschränkt rationalem Verhalten der Anleger beruht, wird anhand eines auf Marktrationalität basierenden Erklärungsansatzes von Fama und French und eines behaviouristisch motivierten Ansatzes von Lakonishok, Shleifer und Vishny untersucht. Die Ergebnisse zeigen, daß keiner der beiden rivalisierenden Ansätze geeignet ist, die beobachteten CAPM-Anomalien für den deutschen Aktienmarkt befriedigend zu erklären.
Aus dem Inhalt: Markteffizienzhypothese und alternative Erklärungsansätze – «Capital Asset Pricing»-Modell – CAPM-Tests – CAPM-Anomalien – Erklärungshypothesen für die CAPM-Anomalien – Alternative Risikoaspekte – Rationales versus behaviouristisches Erklärungsmodell: bewertungsrelevante Risikofaktoren versus ungerechtfertigte (irrationale) Trendextrapolation der Gewinne.