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Die «stummen Führer» der Spaziergänger

Über die Wege im Landschaftsgarten

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Jeroen Verschragen

In dieser Arbeit wird der Weg als eine Rezeptionsvorgabe des Raumes verstanden und seine Geschichte als Prozeß eines Dialoges zwischen Wegführung und Rezipientenverhalten beschrieben. In dessen Verlauf wurde die Präsenz und Existenz des Rezipienten als Leibsubjekt zunehmend anerkannt. Auf der Basis von zahlreichen exemplarischen Einzelanalysen wird dabei eine Entwicklung der Wege als bloßer Trennstreifen der Beete in den geometrischen Gärten über die allmähliche Ausdifferenzierung der Leistungsfähigkeit der Wege als stumme Führer Mitte des 18. Jahrhunderts in England bis zur Verinnerlichung der Weg-Thematik im Sinne eines Be-wegt-seins oder eines Auf-dem-Weg-Seins des Rezipienten nachgezeichnet.
Aus dem Inhalt: Von den Wegen in geometrischen Gärten bis zu dem krummen Weg in seinen Anfängen – Irreguläre Gänge und kinästhetische Rezeption in den frühen theoretischen Konzeptionen des Landschaftsgartens – Unterschiedliche Wegtypen in den frühen Landschaftsgärten – Die Ausdifferenzierung unterschiedlicher Rezipienten-Raum-Verhältnisse – Wege und innere Bewegtheit des Rezipienten – Exemplarische Weganalysen des Gartens von Machern, des Seifersdorfer Tals und des Volksgartens in Machern.